
AKTUELLES 16.11.2009
Die ESF-Regiestelle, Servicestelle Jugendsozialarbeit, veranstaltet im Namen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) die zweiten Regionalkonferenzen für die Koordinierungsstellen des Programms Schulverweigerung – Die 2. Chance im Januar 2010. Die Konferenzen richten sich an die Projektträger des Programms. Nähere Informationen zum Ablauf der Veranstaltungen finden Sie hier.
Junge Menschen aus sozial schwachen Familien oder aus Familien mit Migrationshintergrund haben es oft schwerer in der Schule und auf ihrem Weg in den Beruf. Mit der Initiative JUGEND STÄRKEN bietet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend diesen Jugendlichen maßgeschneiderte und verlässliche Unterstützung.
Frau Ursula von der Leyen besuchte am 7. September 2009 die Koordinierungsstelle „2. Chance“ in Erkrath im Landkreis Mettmann. Sie machte sich ein Bild von der Arbeit des Programmstandortes, der vom Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer Erkrath (SKFM e. V.) betrieben wird. Anschließend nahm die Ministerin an einer Diskussionsrunde teil und erörterte mit Jugendlichen, Vertretern aus Politik, Schule und des SKFM sowie der Bundestagsabgeordneten Frau Noll „Kooperationswege zwischen Jugendhilfe und Schule“.
Ursula von der Leyen, Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend besuchte am 11. August 2009 erfolgreiche Praxisprojekte zur Unterstützung von jungen Menschen mit schlechteren Startbedingungen in Niedersachsen: die Standorte der ESF-Programme „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ im Landkreis Oldenburg und STÄRKEN vor Ort in der Stadt Achim.
Die Koordinierungsstelle 2. Chance im Jugendhof Steinkimmen reintegriert seit 2006 sehr erfolgreich so genannte harte Schulverweigerer von 15 Kooperationsschulen im Landkreis Oldenburg in die Regelschulen; mit STÄRKEN vor Ort – Lokales Kapital für soziale Zwecke unterstützt die Stadt Achim im Sanierungsgebiet Magdeburger Viertel seit 2004 wirkungsvoll Jugendliche und junge Frauen auf ihrem Weg in das Berufs- und Erwerbsleben. Die Pressemitteilungen zum Besuch von Frau von der Leyen stehen auf dieser Seite zum Download bereit.
Am 15. Juni 2009 gab Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, in Berlin den Startschuss für die Initiative JUGEND STÄRKEN. Im Rahmen einer Bundeskonferenz traffen sich mehr als 240 Experten, um gemeinsam über neue Wege und Herangehensweisen zu diskutieren, die sich intensiver und konzentrierter als bisher mit benachteiligten jungen Menschen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund auseinandersetzen.
Mit der Initiative JUGEND STÄRKEN bündelt und verstärkt das Bundesjugendministerium seine Aktivitäten zur Integration von benachteiligten jungen Menschen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Bewährte Programme wie Schulverweigerung – Die 2. Chance, die Kompetenzagenturen und Jugendmigrationsdienste sowie STÄRKEN vor Ort – Lokales Kapital für soziale Zwecke werden unter dem Dach der Initiative ausgebaut und enger miteinander verzahnt. Weitere Informationen unter www.jugend-staerken.de
„STÄRKEN vor Ort“ ist der vierte Baustein der Initiative JUGEND STÄRKEN des Bundesjugendministeriums. Es knüpft ab sofort an das erfolgreiche Programm „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ an, das nach fünf Jahren Förderung Mitte vergangenen Jahres planmäßig ausgelaufen ist.
Weitere Bausteine der Initiative JUGEND STÄRKEN des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sind die fortgesetzten und in 2008 teils erheblich aufgestockten Programme Schulverweigerung – Die 2. Chance, Kompetenzagenturen und Jugendmigrationsdienste, die so genannten harten Schulverweigerern den Weg zurück in die Schulen ebnen, beziehungsweise Jugendlichen neue Perspektiven eröffnen, die nach der Schule nicht den Sprung in eine Ausbildung oder den Beruf schaffen.
Für die insgesamt vier Bausteine der Initiative JUGEND STÄRKEN werden in den Jahren 2009 bis 2011 zusammen mit den ESF-Mitteln 367 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt zur Verfügung gestellt. Mit der vorwiegend kommunalen Kofinanzierung verfügt die Initiative damit über mehr als eine halbe Milliarde Euro.
Mehr über das Programm STÄRKEN vor Ort können Sie der Pressemitteilung entnehmen, die auf dieser Seite zum Download bereit steht.
Im Rahmen der Initiative JUGEND STÄRKEN des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend konnten die Projekte in den Programmen „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ und „Kompetenzagenturen“ erfolgreich in die ESF-Förderperiode 2007-2013 überführt werden.
Seit September 2008 setzen 208 Kompetenzagenturen und 75 Schulverweigerungsprojekte ihre Arbeit fort. Außerdem konnten 123 neue Projekte im Programm „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ ihre Arbeit aufnehmen. Ihre Bewilligung erfolgte zum 15.09.2008, 01.01.2009 und 01.02.2009. Insgesamt wird das Programm „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ an insgesamt 194 Standorten umgesetzt.
Die Servicestelle Jugendsozialarbeit veranstaltete im Februar 2009 vier Regionalkonferenzen für die Koordinierungsstellen des Programms „Schulverweigerung – Die 2. Chance“. Insgesamt besuchten die Konferenzen in Köln, München, Hamburg und Berlin 350 Teilnehmer/innen. Neben Informationen zur Initiative JUGEND STÄRKEN und dem Programm „Schulverweigerung – Die 2. Chance“, wurden fachlich-inhaltliche Fragen sowie Fragen zur finanztechnischen Abwicklung im Rahmen der Konferenzen behandelt.
Die Dokumentation der Regionalkonferenzen finden Sie hier.